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Ein überzeugender Auftritt! » Aargauer
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Vivid Portrait "Die Wortliebe des Herrn W." von Susanna Goldschmidt
Ein
Mann unbestimmten Alters, trägt stets Bart und Hut,
anzutreffen meist
in legerer Anzugskleidung: Über die Jahre hinweg gibt WORTlieb
mARTin
immer dasselbe Bild ab – rein äusserlich. Wenn dies
seine Konstante
ist, so ist jedoch sein Schaffen bereits von vielen
„Epochen“
gekennzeichnet. Er bezeichnet sich nicht gerne als Schriftsteller, er
bevorzugt für sein Schaffen die Bezeichnung 'Poet' und
erklärt dies
auch gleich: „Schriftsteller gehen ihren Weg -
Poeten tanzen!“ – ein
Poet erlebe die Geschehnisse, die sich andere ausdenken, er
wolle das
Leben mit all seinen Facetten auskosten, strebe Höhepunkte an,
scheue
sich jedoch auch nicht vor Tiefschlägen und bringe alles aufs
Papier.
Immer gut bearbeitet zieht WORTlieb aus allen Erfahrungen das
Essentielle raus, betrachtet es von vielen Seiten, Aspekten und wenn
das Thema genug beobachtet wurde, schreibt er es nieder.
WORTlieb
ist nicht nur sein Name, sondern auch Programm, ein
Lebensgefühl; er
liebt Wortspielereien, Sprachjonglagen und eben Worte im Allgemeinen -
so ist er ebenfalls ein scharfer Beobachter des modernen
Sprachgebrauchs. An seinen Lesungen trägt WORTlieb
humoristische,
kabarettistische Texte vor, denn "Humor findet gehör bei den
Tauben",
bestätigt er. Texte, die nicht für seine Lesungen
bestimmt sind, zeugen
von einer philosophischen Ader, von gesellschaftskritischen Aspekten
und durchaus ernsten Problemen.Von Aussen betrachtet wird mir das Wort
„Berufung“ in Bezug auf WORTlieb klar, denn
Schreiben ist nicht bloss
sein Beruf, von Natur aus wurde er mit allen nötigen Talenten
ausgestattet: Die sensible Ader lässt ihn alle erdenklichen
Emotionen
spüren, sein ästhetisches Auge lässt ihn die
wahre Kunst erblicken,
sein Scharfsinn schenkt ihm, wenn nötig, die Distanz, seine
Logik zeigt
ihm Konsequenzen auf, sein Humor ist vielseitig und sein Interesse
lässt ihn immer wieder auf interessante Themen zum
Ergründen,
Philosophieren und Schreiben stossen.
Der
Spannungsbogen in seinem Schaffen beginnt jetzt in die Höhe zu
schiessen, im Gespräch mit WORTlieb ist für mich
deutlich erkennbar,
dass er nun bereit ist, neue Schritte zu wagen. Nicht nur, dass er der
Öffentlichkeit zeigen will, dass Lesungen weder verstaubt noch
langweilig sind, sondern auch in Sachen Buchveröffentlichung
wird er
seine Leserschaft überraschen. Er schreibt an einem
Manuskript, welches
in Buchform veröffentlicht werden soll. Genaueres will
WORTlieb jedoch
nicht verraten, „es steht noch in den Sternen, aber
Verliebte, Träumer
und verliebt-träumende Poeten betrachten gerne den
Sternenhimmel...“,
sagt er und nippt an seinem Rotweinglas. Das sagt doch bereits alles...
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