Eine Nah-Tod-Erfahrung ist, wenn man beim Lesen des eigenen Lebenslaufes sein gesamtes Leben vor dem geistigen Auge vorbeiziehen sieht. So erging es zumindest mir, als ich las, woher ich komm...
WORTlieb besitzt
ein ausgezeichnetes Gespür für die Bühne und
ein Gefühl für den Raum!"
Dann beginnt
er, Etymologie
zu studieren und spezialisiert sich auf Sprichwörter,
Redewendungen und
Redensarten. Das spitze Gehör und feine Gefühl
für die Umgangssprache prägt ebenfalls
sein Sprachempfinden. Die Sprache selbst scheint sein Thema zu
sein, doch
auch die Ästhetik, der Humor und der Genuss an sich sind bei
seinen Texten
stets zentrale Motive. Er arbeitet nebenbei als freier
Journalist,
Interviewer oder Kolumnist bei diversen Printmedien,
veröffentlicht
nebenher Essays, Kurzgeschichten und Gedichte in verschiedenen
Zeitschriften, Zeitungen und Magazinen. Seine poetischen Stile sind
vielfältig
und breitgefächert, die Texte zeichnen jedoch stets eine klare
Linie ab: Wortwitz,
Wortspiel, Wortakrobatik, Wortsinn.
Danke,
WORTlieb, für die Erhaltung der Wortkunst."Später
beschäftigt er sich
intensiv mit konkreter Poesie, Dadaismus und ähnlichen
Strömungen. Er gibt
aufgrund dessen diverse Untergrund-Kultur-Zeitschriften heraus, tritt
vagabundenhaft mit seinen Minnegesängen,
Satiren und DOG|MEN [
] im Gepäck -
damals war es ein mit Papier gefüllter
Gitarrenkoffer - an jeder erdenklichen Stelle auf und
hält Lesungen an
jedem erdenklichen Fleck in der Schweiz. Er hält dadaistische
Performances
und moderiert live die wöchentliche Radio-Sendung
"FastFoodpoetry", in welcher er seine poetischen Ergüsse
ebenfalls
persönlich interpretiert. Während
drei Stunden präsentiert er der
Zuhörerschaft mit seinen Stimmungen, Texten und
seiner
Lesart eine poetisch-surreale Radio-Performance mit
musikalischer
Gewitztheit. "FastFoodpoetry" wird bald Kult, aber nach drei Jahren
zensiert. Oder umgekehrt.
WORTlieb
packt die Poesie an den Wurzeln."
Er
wohnt dann
in Künstlerhäusern in Langnau i.E. und in
Niederbipp und
widmet sich eher
den bildenden Künsten. Es entstehen Skulpturen wie "Die Axt im
Buch 'Die
Axt im Haus'", "Der Preis der Freiheit" oder "Vulkan(t)isch"
und Bilder wie "Das Alpha-Bett", "Lass uns" oder
"Musesmuschi". Auch künstlerische Videoperformances und
One-Minute-Sculptures werden hier in vollem Umfang produziert.
Später kreiert er Rauminstallationen wie
"Taschenbuchtreppenhaus", "Die Leseratte", "Die
Biblio-Theke" oder "Der Muse ans Bein gefesselt" für
öffentliche
Kulturbetriebe. Doch auch eine andere Seite wird geweckt: Die
musikalische. So
werden seine Texte dann auch im Programm "Wiederholung,
Wiederholung!" vom Blasmusikorchester Belp vertont, wie auch einige
seiner Gedichte im praktischen Unterricht des Konservatoriums Bern
verwendet, vertont und aufgeführt werden. Auch die
Arien-Sängerin Rose-Marie Doblies verleiht seinen Gedichten
ihre
Stimme. Zusammen mit Jacob Suske alias Zachov [
] gründet er
"Reimklang", ein Duo mit
"Bass'n'Poem" und tritt später mit Thomas
Danzeisen unter
dem Label "Sax'n'Poem" auf.
WORTlieb
ist wie Musik, die man zum ersten Male hört und deren Rhythmus
man nie mehr
vergisst..."
Vivienne
Vernier, Poetin
...dann setzt er sich an seine 'Raggamachine', wie er seine Schreibmaschine nennt, und hackt auf ihr rum, obschon er sie liebt...